Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: März 2026

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsparteien

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") der Firma Levan Lomidze, Groß-Gerauer Straße 103, 64331 Weiterstadt, Deutschland (nachfolgend „Anbieter") gelten für alle Verträge über die Nutzung der SaaS-Plattform „LeadFlow Coach" (nachfolgend „Plattform"), die zwischen dem Anbieter und dem Kunden geschlossen werden.

(2) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, d. h. natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die beim Abschluss des Vertrages in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Eine Nutzung durch Verbraucher im Sinne von § 13 BGB ist ausgeschlossen.

(3) Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(4) Diese AGB gelten auch für alle künftigen Geschäfte mit dem Kunden, sofern dieser Unternehmer im Sinne von § 14 BGB ist.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Plattform und ihrer Preispläne auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum).

(2) Der Vertrag kommt wie folgt zustande: Der Kunde registriert sich auf der Plattform mittels seiner E-Mail-Adresse (Magic-Link-Verfahren), schließt das Onboarding ab und bucht einen kostenpflichtigen Tarif über den Bezahlvorgang (Stripe Checkout). Mit Abschluss des Bezahlvorgangs gibt der Kunde ein verbindliches Vertragsangebot ab. Der Vertrag gilt als geschlossen, sobald der Anbieter den Zugang zum gebuchten Tarif freischaltet, spätestens jedoch mit der Zahlungsbestätigung durch Stripe.

(3) Eine Bestätigung über den Vertragsschluss wird dem Kunden per E-Mail zugesandt.

(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter nicht gespeichert und ist nach Vertragsschluss nicht über die Website abrufbar. Der Kunde kann diese AGB jederzeit unter www.leadflow-coach.de/agb abrufen und abspeichern.

§ 3 Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden über das Internet Zugang zur SaaS-Plattform „LeadFlow Coach" zur Verfügung. Die Plattform umfasst je nach gebuChtem Tarif insbesondere folgende Funktionen:

  • KI-gestütztes Onboarding-Gespräch zur Erstellung eines Coach-Profil-Dokuments
  • Öffentliche Lead-Capture-Landingpage unter einer Subpfad-URL
  • Lead-Management-Dashboard (Übersicht, Status, Transkripte)
  • KI-gestützte Erstellung personalisierter Outreach-Nachrichten
  • Automatisierte KI-Qualifikationsanrufe via Voice-Agent (Famulor/Twilio) mit automatischer Terminbuchung — je nach Tarif
  • KI-Assistenten-Konfiguration (Name, Stimme)
  • Einstellungen und Profilverwaltung

(2) Der genaue Leistungsumfang der einzelnen Tarife ergibt sich aus der jeweils aktuellen Preisseite unter www.leadflow-coach.de/pricing. Maßgeblich ist der Leistungsumfang zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.

(3) Der Anbieter erbringt die Leistungen unter Einsatz von Drittdiensten (insbesondere Anthropic Claude API, Famulor, Twilio, Resend, Supabase, Vercel, Stripe). Die Terminbuchungsfunktion wird über den plattformeigenen Kalender des Anbieters bereitgestellt; ein eigener Drittanbieter-Kalendervertrag ist nicht erforderlich.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln, Funktionen zu ändern, zu ergänzen oder einzustellen, sofern dies dem Kunden zumutbar ist und die wesentlichen Vertragspflichten nicht beeinträchtigt werden. Bei wesentlichen Leistungsänderungen gilt § 16 (Änderungen der AGB und Leistungen).

(5) Der Anbieter schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg (insbesondere keine Garantie für die Gewinnung von Leads, Terminen oder Kundenumsatz). Die KI-generierten Inhalte (Outreach-Texte, Gesprächstransskripte, Profildokumente) sind Arbeitsergebnisse eines KI-Systems und unterliegen der eigenen Prüfung und Verantwortung des Kunden vor einer Verwendung.

§ 4 Testzeitraum (Trial)

(1) Nach Abschluss des Onboardings erhält der Kunde einen kostenlosen Testzeitraum von sieben (7) Tagen Zugang zur Plattform im Umfang des Starter-Tarifs (nachfolgend „Starter-Trial"). Für den Starter-Trial ist keine Kreditkarte erforderlich. Nach Ablauf wird der Zugang automatisch auf den Funktionsumfang eines nicht-abonnierten Accounts beschränkt; eine automatische Abbuchung erfolgt nicht.

(2) Wählt der Kunde bei der Buchung eines kostenpflichtigen Tarifs (Growth oder Autopilot) die Option „7 Tage kostenlos testen", beginnt ein vergüteter Testzeitraum von sieben (7) Tagen (nachfolgend „Paid-Trial"). Für den Paid-Trial ist eine gültige Zahlungsmethode erforderlich. Nach Ablauf des Paid-Trials wird das Abonnement automatisch zu den vereinbarten Konditionen des gewählten Tarifs fortgeführt und der fällige Betrag abgebucht, es sei denn, der Kunde kündigt das Abonnement vor Ablauf des Testzeitraums über das Abo-Portal.

(3) Der Anbieter behält sich vor, Trials jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu beenden oder zu ändern. Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung eines Trials besteht nicht.

§ 5 Preise, Zahlungsbedingungen und Abrechnung

(1) Die Preise für die Nutzung der Plattform ergeben sich aus der jeweils aktuellen Preisseite unter www.leadflow-coach.de/pricing. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlich geltenden Umsatzsteuer, sofern und soweit diese anfällt.

(2) Aktuell angebotene Monatstariife:

  • Starter: 49,00 € netto / Monat
  • Autopilot: 149,00 € netto / Monat

(3) Die Zahlung erfolgt monatlich im Voraus per Lastschrift, Kreditkarte oder einem anderen von Stripe angebotenen Zahlungsmittel. Die Abrechnung erfolgt automatisch am Beginn jeder neuen Abrechnungsperiode.

(4) Die Zahlungsabwicklung erfolgt ausschließlich über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Ltd., Dublin, Irland. Für die Zahlungsabwicklung gelten ergänzend die Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von Stripe.

(5) Im Falle eines Zahlungsverzugs ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach vorheriger Mahnung mit angemessener Nachfrist vorübergehend zu sperren. Gesetzliche Verzugszinsen nach § 288 Abs. 2 BGB (B2B: 9 Prozentpunkte über Basiszinssatz) bleiben vorbehalten.

(6) Gutschein-Codes und Rabattaktionen werden ausschließlich nach den jeweiligen Aktionsbedingungen gewährt und können nicht mit anderen Rabatten kombiniert werden, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.

§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Abonnements werden auf unbestimmte Zeit geschlossen und verlängern sich automatisch jeweils um einen weiteren Monat, sofern keine Kündigung erfolgt.

(2) Beide Vertragsparteien können den Vertrag jederzeit mit Wirkung zum Ende der jeweils laufenden Abrechnungsperiode kündigen. Die Kündigung ist über das Stripe Customer Portal (erreichbar über die Einstellungen im Dashboard) oder per E-Mail an levan.lomidze@mutigen.de einzureichen.

(3) Bei Kündigung endet der Zugang zur Plattform mit Ablauf der bereits bezahlten Abrechnungsperiode. Eine anteilige Erstattung bereits geleisteter Zahlungen für laufende Perioden findet nicht statt.

(4) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde diese AGB schuldhaft in nicht unerheblichem Maße verletzt (insbesondere bei Verstoß gegen § 9), Zahlungen trotz Mahnung und gesetzter Nachfrist nicht erbringt, oder die Plattform missbräuchlich verwendet.

(5) Nach Beendigung des Vertrages werden die Daten des Kunden (Profil, Leads, Transkripte) für dreißig (30) Tage aufbewahrt und anschließend unwiderruflich gelöscht, sofern gesetzliche Aufbewahrungspflichten nicht entgegenstehen. Es obliegt dem Kunden, vor Vertragsende eigene Datensicherungen durchzuführen.

§ 7 Verfügbarkeit und Wartung (Service Level)

(1) Der Anbieter bemüht sich, eine monatliche Plattformverfügbarkeit von 99 % (gemessen am Kalendermonat, exklusive geplanter Wartungsfenster) sicherzustellen. Ein Rechtsanspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit besteht vorbehaltlich abweichender schriftlicher Vereinbarung nicht.

(2) Geplante Wartungsarbeiten werden dem Kunden soweit möglich mindestens 24 Stunden im Voraus angekündigt. Notfallwartungen können jederzeit und ohne Vorankündigung durchgeführt werden.

(3) Einschränkungen der Verfügbarkeit aufgrund von Umständen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (insbesondere höhere Gewalt, Ausfälle bei Drittanbietern wie Vercel, Supabase, Famulor, Twilio, Anthropic oder Stripe), begründen keine Haftung des Anbieters.

§ 8 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrages ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Plattform im Rahmen dieser AGB ein.

(2) Alle Rechte an der Plattform, der Software, dem Quellcode, den Algorithmen, Designs, Marken und sonstigen Schutzrechten verbleiben beim Anbieter bzw. dessen Lizenzgebern. Der Kunde erwirbt durch die Nutzung der Plattform keinerlei eigentumsähnliche Rechte.

(3) Die durch die Plattform KI-generierten Inhalte (insbesondere Outreach-Texte, Gesprächstranskripte, Coach-Profil-Dokumente, Zusammenfassungen) werden dem Kunden zur ausschließlichen eigenen Nutzung überlassen. Soweit an KI-generierten Inhalten urheberrechtlicher Schutz entsteht, tritt der Anbieter etwaige Nutzungsrechte vollständig an den Kunden ab. Der Anbieter beansprucht an diesen Inhalten keine Nutzungsrechte.

(4) Der Kunde räumt dem Anbieter das Recht ein, die vom Kunden in die Plattform eingegebenen Daten (Coach-Profil-Informationen, Lead-Daten) zu verarbeiten, soweit dies zur Erbringung der vertraglichen Leistungen erforderlich ist.

(5) Der Kunde versichert, dass von ihm eingegebene Daten und Inhalte keine Rechte Dritter verletzen. Er stellt den Anbieter von etwaigen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer Rechtsverletzung durch kundenseitige Inhalte resultieren.

§ 9 Nutzungspflichten und Acceptable Use Policy

(1) Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen. Insbesondere ist es dem Kunden untersagt:

  • Die Plattform zur Verarbeitung rechtswidriger Inhalte oder zur Durchführung rechtswidriger Handlungen zu nutzen
  • KI-Anrufe oder Outreach-Nachrichten ohne ausdrückliche Einwilligung der angerufenen bzw. angeschriebenen Person zu veranlassen (Verstoß gegen § 7 UWG)
  • Die Plattform zum Versand von Spam, unerwünschten Massen-E-Mails oder irreführenden Nachrichten zu nutzen
  • Technische Maßnahmen zum Schutz der Plattform zu umgehen, den Quellcode zu dekompilieren, zu disassemblieren oder anderweitig zu reverse-engineeren
  • Die Plattform, den Zugang oder Teile davon Dritten unterzuvermieten, weiterzuverkaufen oder anderweitig entgeltlich zur Verfügung zu stellen, ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters
  • Handlungen vorzunehmen, die die Infrastruktur oder den Betrieb der Plattform übermäßig belasten oder beeinträchtigen
  • Personenbezogene Daten von Kontaktpersonen zu verarbeiten, ohne über die hierfür erforderliche Rechtsgrundlage im Sinne der DSGVO zu verfügen

(2) Der Kunde ist alleinig verantwortlich für die Rechtmäßigkeit seiner Outreach-Aktivitäten und KI-Anrufe, insbesondere für die Einhaltung des UWG, der DSGVO sowie etwaiger berufsrechtlicher Vorschriften.

(3) Der Anbieter behält sich vor, bei konkreten Hinweisen auf rechtswidrige Nutzung den Zugang zur Plattform unverzüglich zu sperren.

§ 10 Pflichten des Kunden / Mitwirkungspflichten

(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (insbesondere die E-Mail-Adresse, über die Magic-Links empfangen werden) sicher aufzubewahren und nicht an Dritte weiterzugeben.

(2) Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm in die Plattform eingegebenen Informationen (Profildaten, Lead-Daten) vollständig und korrekt sind. Falsche Angaben können die Qualität der KI-generierten Outputs beeinträchtigen; hierfür übernimmt der Anbieter keine Haftung.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich über Änderungen seiner Kontaktdaten oder sonstiger vertragsrelevanter Informationen zu informieren.

(4) Der Kunde ist verpflichtet, vor Vertragsende oder im Falle einer drohenden Datenlöschung eigene Backups seiner Daten anzufertigen. Der Anbieter ist zur Vorhaltung von Datensicherungen nur nach Maßgabe der eigenen Backup-Richtlinien verpflichtet; ein Anspruch des Kunden auf Wiederherstellung besteht nicht.

§ 11 Gewährleistung (Mängelrechte)

(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Plattform im Wesentlichen der Leistungsbeschreibung gemäß § 3 entspricht. Unerhebliche Abweichungen von der Leistungsbeschreibung begründen keine Mängelrechte.

(2) Bei Mängeln ist der Anbieter zunächst zur Nacherfüllung (Beseitigung des Mangels oder Neubereitstellung) berechtigt. Schlägt die Nacherfüllung innerhalb angemessener Frist fehl, kann der Kunde nach den gesetzlichen Vorschriften Minderung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten.

(3) Mängelansprüche des Kunden verjähren in zwölf (12) Monaten ab Kenntnisnahme des Mangels, sofern gesetzlich keine längere Frist zwingend vorgeschrieben ist.

(4) Kein Mangel liegt vor bei Beeinträchtigungen, die auf Umstände zurückzuführen sind, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. Ausfälle von Drittdiensten, Internetprobleme auf Kundenseite) oder die der Kunde selbst zu vertreten hat.

§ 12 Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden und bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.

(2) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters auf den Ersatz des vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schadens begrenzt. Dies gilt insbesondere für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), d. h. solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Für leichte Fahrlässigkeit bei der Verletzung nicht wesentlicher Vertragspflichten sowie für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und sonstige Vermögensfolgeschäden haftet der Anbieter gegenüber Unternehmern nicht.

(4) Die Haftung des Anbieters für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und risikoangemessener Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.

(5) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch fehlerhafte, unvollständige oder irreführende KI-generierte Inhalte entstehen, sofern der Kunde diese Inhalte vor ihrer Verwendung nicht auf Plausibilität und Rechtmäßigkeit geprüft hat. Der Einsatz KI-generierter Inhalte — insbesondere in der Kundenkommunikation — liegt in der alleinigen Verantwortung des Kunden.

(6) Die vorgenannten Haftungsbeschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

(7) Gesetzliche Haftungspflichten, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG), bleiben unberührt.

§ 13 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden gemäß den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Datenschutzerklärung des Anbieters ist unter www.leadflow-coach.de/datenschutz abrufbar und Bestandteil dieser AGB.

(2) Soweit der Kunde personenbezogene Daten Dritter (insbesondere Daten seiner Leads: Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Gesprächstranskripte) über die Plattform verarbeitet, ist der Kunde insoweit Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO und der Anbieter Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 4 Nr. 8 DSGVO.

(3) Für diese Auftragsverarbeitung ist gemäß Art. 28 DSGVO der Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) erforderlich. Der Anbieter stellt auf Anfrage einen AVV bereit, welcher — soweit nicht gesondert schriftlich vereinbart — mit Annahme dieser AGB als geschlossen gilt. Die wesentlichen AVV-Inhalte sind:

  • Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Kunden (Nutzung der Plattformfunktionen) und zu keinem anderen Zweck
  • Der Anbieter gewährleistet durch technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau (Art. 32 DSGVO)
  • Eingesetzte Unterauftragsverarbeiter: Supabase Inc. (Datenbankhosting, EU-Server Frankfurt), Vercel Inc. (Hosting), Anthropic PBC (KI-Verarbeitung), Famulor GmbH (KI-Sprachanrufe), Twilio Inc. (Telefonie/SMS), Resend Inc. (E-Mail-Versand), Stripe Payments Europe Ltd. (Zahlungsabwicklung); Änderungen werden dem Kunden mit mindestens 30 Tagen Vorlauf mitgeteilt
  • Der Anbieter unterstützt den Kunden bei der Erfüllung von Betroffenenrechten (Auskunft, Löschung, Berichtigung) im zumutbaren Rahmen
  • Nach Beendigung des Vertrags werden alle kundenbezogenen Daten gemäß § 6 Abs. 5 dieser AGB gelöscht

(4) Der Kunde ist alleinig verantwortlich dafür, dass er für die Verarbeitung personenbezogener Daten seiner Leads über die Plattform über eine geeignete Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO verfügt und dass die betroffenen Personen über die Verarbeitung informiert wurden.

§ 14 Kein Widerrufsrecht

(1) Das gesetzliche Widerrufsrecht nach §§ 312b, 312d, 355 BGB gilt ausschließlich für Verbraucher im Sinne von § 13 BGB. Da der Vertrag ausschließlich mit Unternehmern im Sinne von § 14 BGB geschlossen wird (vgl. § 1 Abs. 2 dieser AGB), steht dem Kunden kein gesetzliches Widerrufsrecht zu.

(2) Die Möglichkeit der ordentlichen Kündigung nach § 6 dieser AGB bleibt unberührt.

§ 15 Preisanpassungen

(1) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise für die Nutzung der Plattform anzupassen. Preiserhöhungen werden dem Kunden mindestens sechs (6) Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail angekündigt.

(2) Widerspricht der Kunde einer Preiserhöhung nicht innerhalb von vier (4) Wochen nach Erhalt der Ankündigung, gilt die Preiserhöhung als akzeptiert. In der Ankündigungsnachricht wird der Anbieter ausdrücklich auf diese Folge hinweisen.

(3) Widerspricht der Kunde fristgerecht, ist er berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preiserhöhung zu kündigen. Das Recht zur ordentlichen Kündigung nach § 6 bleibt unberührt.

§ 16 Änderungen der AGB und Leistungen

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies sachlich gerechtfertigt ist (z. B. aufgrund von Gesetzesänderungen, Anpassungen des Leistungsangebots oder technischen Entwicklungen) und die wesentlichen Vertragspflichten nicht beeinträchtigt werden.

(2) Änderungen werden dem Kunden per E-Mail mindestens dreißig (30) Tage vor Inkrafttreten mitgeteilt. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb von dreißig (30) Tagen nach Erhalt der Mitteilung, gelten die Änderungen als akzeptiert. Der Anbieter weist in der Mitteilung ausdrücklich auf das Widerspruchsrecht und seine Folgen hin.

(3) Im Falle eines fristgerechten Widerspruchs ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen zu kündigen.

§ 17 Vertraulichkeit

(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei, die ihnen im Rahmen des Vertragsverhältnisses bekannt werden, geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben, es sei denn, dies ist zur Erfüllung des Vertrags erforderlich oder gesetzlich geboten.

(2) Als vertraulich gelten insbesondere: Geschäftsgeheimnisse, Coach-Profil-Dokumente, Lead-Daten, Gesprächstranskripte sowie technische und wirtschaftliche Details der Plattform.

(3) Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort, solange die betreffenden Informationen nicht allgemein bekannt sind.

§ 18 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und des internationalen Privatrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Geschäftssitz des Anbieters (Weiterstadt / Darmstadt). Der Anbieter ist jedoch auch berechtigt, am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gilt diejenige wirksame Bestimmung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

(4) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Textform (E-Mail genügt), soweit diese AGB nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmen.

(5) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Stand: März 2026

Levan Lomidze · LeadFlow Coach · Weiterstadt

AGB — LeadFlow Coach